ioanna_schwarz_transparan_bground_918.pn

Virtual Academy

Modul 7

Einführung in die Farbenlehre

Was Sie lernen werden:

 

  • Farbenlehre 

    • Primärfarben im Farbkreis

    • Sekundärfarben in Farbkreis

    • Tertiärfarben im Farbkreis

    • Komplementärfarben 

  • Farbschemata

    • analog

    • monolog

    • triadisch

    • teilkomplementär

    • tetradisch

    • polychrome

  • Die Farbnuancen

    • Farbton

    • Schattierung

    • Tönung

    • Tonwert 

 

1.1 Einleitung

Zunächst einige allgemeine Informationen zu den Grundlagen der Farbenlehre und Wirkung der Farben:

Schon Issac Newton und Johann Wolfgang Goethe beschäftigten sich ihrerzeit mit der Wirkung und Zusammensetzung von Farben und Licht. Insbesondere Goethes Farbenlehre, der „Farbenkreis zur Symbolisierung des menschlichen Geistes- und Seelenlebens“, bildet die Grundlage für Farbtheorien, die im Laufe der Zeit aufgestellt wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Farben werden grundsätzlich in Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben eingeteilt. Auf dieser Einteilung bauen sämtliche Regeln zu Farbschemata auf, sie gehört also zu den absoluten Grundkenntnissen.

 

2. Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben im Farbkreis

 

2.1 Primärfarben 

sind die Farben Gelb, Rot und Blau. Dies sind die Grundfarben, d. h. sie können nicht aus anderen Farben gemischt werden.

 

2.2 Sekundärfarben 

hingegen sind die drei Farben, die entstehen, wenn man die Primärfarben miteinander mischt, also Grün, Violett und Orange. 

 

2.3 Tertiärfarben 

entstehen, wenn Sie eine Primärfarbe mit einer Sekundärfarbe mischen.

Um nachvollziehen zu können, wie Experten bei der Farbauswahl vorgehen, müssen Sie neben den diesen Grundlagen jedoch auch all die anderen Farbkomponenten kennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Die Farbnuancen ( Farbton, Schattierung, Tönung und Tonwert )

Von diesen 12 Grundfarben gibt es zahlreiche Nuancen – hellere, dunklere, blassere, kräftigere usw. Diese entstehen, wenn Sie die Grundfarben mit Schwarz, Weiß oder Grau mischen. Und jede dieser Nuancen hat einen eigenen Namen:

 

3.1 Farbton

 Der Begriff „Farbton“ ist im Prinzip als Synonym zu „Farbe“ zu verstehen. Alle Primär- und Sekundärfarben sind „Farbtöne“.

 

3.2 Schattierung 

Den Begriff „Schattierung“ kennen Sie vielleicht als Bezeichnung für hellere und dunklere Varianten desselben Farbtons. Fachsprachlich gesehen entsteht eine Schattierung jedoch, wenn Sie einen Farbton mit Schwarz mischen. Je nachdem, wie viel Schwarz Sie beimischen, entstehen dann unterschiedliche Schattierungen.

 

3.3 Tönung 

Bei der Tönung handelt es sich um das Gegenteil der Schattierung. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird jedoch eher selten zwischen Schattierung und Tönung unterschieden. Tönungen entstehen, wenn Sie einen Farbton mit Weiß mischen. Jeden Farbton gibt es also in verschiedenen Schattierungen und Tönungen.

 

3.4 Tonwert (oder Sättigung) 

Wenn Sie eine Farbe mit Weiß und Schwarz mischen, verändern Sie den Tonwert des Farbtons. Im Grunde bezeichnet der Tonwert dasselbe wie die Sättigung. Allgemein wird im Kontext von Farbschemata für visuellen Content jedoch meistens von Sättigung gesprochen. Der Begriff des Tonwerts findet eher im Kontext der Malerei Anwendung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3.5 Komplementärfarben ( Gegenfarben )

Bei einem Farbkreis als Modell stehen sich die Komplementärfarben auf diesem stets gegenüber. So werden sie gelegentlich als Gegenfarben bezeichnet. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Farbbschema Arten

Das Farbschema (Farbakkordik, Farbharmonie, Farbkonzept, Farbstil) bezeichnet eine Farbbeziehung (Farbzusammenstellung). Farbschemata sind wichtige Bestandteile der Arbeit von Designern, Fotografen und Künstlern.Sie spielen zum Beispiel bei der Gestaltung von Aquarellen, Firmenlogos, geografischen Landkarten, Militäruniformen, stimmungsvollen Fotografien oder Webseiten eine Rolle. Für Eisenbahnwaggons, Flugzeuge oder Stadtbusse existieren Lackierungskonzepte, um den Wiedererkennungswert zu gewährleisten. Selbst Basketbälle folgen einem verbreiteten Farbschema: eine orangefarbene Oberfläche mit schwarzen Linien.

Die Farbschemata lassen sich meist mit Hilfe von Computerprogrammen an einem Farbkreis einfach und schnell ermitteln. Damit arbeiten vor allem Designer, die Farbkombinationen für die unterschiedlichsten Zwecke herstellen.

 

4.1 Monochromes Farbschema / Einfarbiges Farbschema

Bei einem monochromen Farbschema wird nur eine einzige Farbe verwendet, allerdings in verschiedenen Schattierungen oder Tönungen. Hier fehlt zwar der Kontrast zu anderen Farben, doch monochrome Farbschemata lassen Ihre Inhalte strukturiert und elegant wirken. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.2 Komplementäre Farbschema

Bei einem komplementären Farbschema werden zwei Farben (und deren Tönungen) gewählt, die auf dem Farbkreis einander direkt gegenüber liegen.

Dieses Schema ist das kontrastreichste Farbschema. Wenn Sie Komplementärfarben wählen, sollten Sie eine der beiden Farben als Hauptfarbe verwenden und die andere nur, um Akzente zu setzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.3 Ein Farbschema mit drei Basisfarben (Dreiklang) bietet drei Möglichkeiten:

  • sas analoge Farbschema     

  • das triadischen Farbschema (Triade) 

  • Das teilkomplementäre Farbschema (aufgespalten oder gesplittet komplementäres Farbschema, komplementärer Dreiklang) 

 

4.4 Analoge Farbschemata (analoge Farbharmonie) 

verwendet drei Farben, die im Farbkreis nebeneinander liegen. 

Diese Kombination aus ähnlichen Farben wirkt meist einheitlich, harmonisch und ruhig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.5 Triadische Farbschema ( Triade ) 

 

Ein Triadisches Farbschema ergibt sich durch ein gleichseitiges Dreieck innerhalb des Farbkreises.

Dazu werden drei Farbtöne gewählt, die den gleichen Abstand im Farbkreis zueinander besitzen und die gleich hell sind. Der große Vorteil von triadischen Farbschematas ist, dass es durch visuellen Kontrast und Vielfalt lebendig wirkt, dabei aber gleichzeitig ausgewogen und noch harmonisch ist. Häufig entsteht durch drei lebendige Farben aber auch etwas zu viel Dramatik. Eine Möglichkeit ist dann die Farben zu dämpfen und mit weniger Sättigung einzusetzen.

 

 

 

 

 

4.6 Teilkomplementäre Farbschema (aufgespalten oder gesplittet komplementäres Farbschema,

komplementärer Dreiklang) 

besteht aus einer Farbe und den benachbarten Farben der Komplementärfarbe. Dieses Farbschema wirkt kräftig

aber nicht so intensiv wie das komplementäre Farbschema.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.7 Weitere Farbschemata

  • tetradischen Farbschema

  • polychrome Farbschema

 

 

Beim tetradischen Farbschema ( Doppelkomplemetär )

bilden vier Farben ein Quadrat oder Rechteck im Farbkreis.

Wie das triadische Farbschema wirkt auch das tetradische eher bunt, extrem und lebendig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Polychrome Farbschema 

Dies umfasst alle möglichen, mehr oder weniger bunten Farben. Es kann chaotisch, überfülltaber auch bunt, gesellig und vergnügt wirken.

Die genannten Farbschemata sind Orientierungshilfen. Sie bieten Ausgangspunkte für eine unendliche Anzahl von Styling Möglichkeiten. Entscheidend ist, dass die Farbkombination die gewünschte Funktion bzw. Wirkung erfüllt.

 

 

 

1.png
Bildschirmfoto 2020-12-23 um 20.18.45.pn
Bildschirmfoto 2020-12-23 um 20.20.46.pn
Bildschirmfoto 2020-12-23 um 20.40.36.pn
Bildschirmfoto 2020-12-23 um 20.34.23.pn
Bildschirmfoto 2020-12-23 um 20.41.38.pn
Bildschirmfoto 2020-12-23 um 21.13.18.pn
Bildschirmfoto 2020-12-23 um 21.29.16.pn
Bildschirmfoto 2020-12-23 um 21.30.50.pn
farbschema-erstellen-so-gelingt-dir-die-