ioanna_schwarz_transparan_bground_918.pn

Virtual Academy

Modul 2

Die Geschichte des Make-Ups

Was du lernen wirst:

Geschichte des Make-ups Was du lernen wirst:

▪ Die Geschichte des Make-ups

▪ Die Verwendung von Kosmetika in der Antike bis zur heutigen Zeit

▪ Die Zeitleiste der Ereignisse in der Entwicklung des Make-ups

▪ Make-up und Feministinnen

▪ Make-up aus der ganzen Welt 

Kosmetik ist keineswegs eine neue, moderne Erfindung. Vielmehr weist sie eine jahrtausendalte Geschichte auf. Schon vor Urzeiten haben sich Menschen geschminkt und gepflegt. 

2.1 Kosmetik in der Antike

 

Mehr als 5000 Jahre vor Christus wurden in Ägypten Salben und Öle zum Schutz der Haut vor intensiver Sonnenbestrahlung verwendet. Cleopatra ging als Inbegriff der antiken Schönheit in die Geschichte ein, nach Überlieferungen soll sie täglich in Eselsmilch gebadet und ihren Körper mit kostbaren Ölen gesalbt haben. Die Vorläufer des modernen Makeup finden sich in Form von pulverisiertem Malachit, Bleiglanzpuder und Zinnober. Auch Salben und Öle als Grabbeigaben waren durchaus üblich.

Malachit*

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 11.50.25.pn

*Malachit, auch als Kupferspat sowie Berg- oder Kupfergrün bekannt, ist ein häufig vorkommendes Mineral.

**Zinober

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 11.59.13.pn
Bildschirmfoto 2020-11-17 um 11.59.31.pn

**Cinnabarit, im deutschen Sprachraum auch als Zinnober bekannt, ist ein häufig vorkommendes Mineral und chemisch gesehen ein Quecksilbersulfid.

***Bleiglanzpulver

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 12.15.07.pn

***Blei(II)-sulfid kommt in der Natur in großen Mengen in Form des Minerals Galenit (Bleiglanz) vor.

Makeup wurde nicht nur zur Verschönerung getragen, es diente auch als Schutz vor Sonne und infektionsübertragenden Insekten. Da man an die magische und symbolische Wirkung von Makeup glaubte, wurde dieses häufig von Tempelpriestern herstellt. Im Tempel von Edfu, erbaut von Ptolemäus III im Jahre 237 v.Chr. finden sich heute noch entsprechende Rezepturen.

Im alten Griechenland wurde Körper- und Schönheitspflege sehr ernst genommen und der Grundsatz vom gesunden Geist in einem gesunden Körper bewusst gelebt. Durch intensive Handelsbeziehungen mit Ägypten gelangten viele Kosmetikrezepturen nach Griechenland. Hippokrates als Begründer der klassischen Medizin maß auch der Kosmetik großen Stellenwert bei. Wasser wurde für Massagen, Bäder und Gymnastik verwendet, auch Gesichtspackungen mit Eselmilch und Brotkrumen waren bekannt und beliebt.

Durch die Eroberung Griechenlands erhielten die Römerinnen Zugang zu neuen Schönheitsprodukten wie Lidschatten, Puder und Lippenfarben, gebrannter Kork diente als Wimperntusche.

****Kork

Bildschirmfoto%202020-11-17%20um%2012.25

***Im Alltagsgebrauch wird mit dem Begriff Kork das Material aus der Rinde der Korkeiche (Quercus suber) bezeichnet.

Im alten Rom galt reinweiße Haut als schön, aber die alten Römer hatten keine natürlich weiße Haut. Sie verwendeten große Mengen Blei in ihrem Make-up, obwohl es giftig war. Frauen verwendeten nachts Kreidepulver und Krokodilmist, um ihren Hautton auf natürliche Weise aufzuhellen. Gleichzeitig war Kohl der Hauptbestandteil für Augen Make-up; Dies wurde mit Safran gemischt, um den unangenehmen Geruch zu verbergen.

Nach der Teilung des römischen Reiches galt Makeup als Symbol für heidnische Ausschweifung, der blasse Teint wurde zum Symbol für natürliche Schönheit und wurde von wohlhabenden Frauen verwendet. Es wurde aber auch von Prostituierten benutzt, obwohl es für die ärmeren Frauen zu teuer war. Später waren billigere Optionen an den Handelsposten verfügbar.

Make-up wurde in der Antike im privatem Raum aufgetragen, fern von den Augen von Männern. Frauen hatten Helfer, die ihnen beim Auftragen ihres Make-ups behilflich waren. Damals roch das Make-up sehr schlecht. Um den unerwünschten Gestank zu verbergen wurde Parfüm genutzt.

Mittelalter

Vornehme Blässe war hingegen das Schönheitsideal im Mittelalter, und dafür nahm man sogar Gesundheitsschäden in Kauf. Der Teint wurde mit Bleiweiß aufgehellt, was nicht nur die Haut beschädigte, sondern zu zahlreichen weiteren Beschwerden bis hin zum Tod führte. 

Ovale, blasse Gesichter galten als perfekt, man mied die Sonne und rasierte sich den Haaransatz, um dem Ideal möglichst nahe zu kommen. 

Da die allmächtige Kirche alles Körperliche als sündhaft brandmarkte und Baden beispielsweise als gottlos angesehen wurde, wurde die Hygiene stark vernachlässigt wurde. In den Badestuben kamen eher Duftstoffe als Wasser und Seife zur Anwendung, Seuchen und Epidemien wie die Pest konnten sich rasch ausbreiten.

*****Bleiweiß

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 15.00.23.pn

*****Bleiweiß auch Bleihydroxidkarbonat genannt, ist ein basisches Bleicarbonat und seit dem Altertum ein bedeutendes Weißpigment. Bleiweiß ist lichtbeständig, hat eine sehr hohe Deckkraft und abhängig vom Bindemittel einen schönen Glanz. Durch die enthaltenen Blei-Ionen ist es giftig 

Renaissance

Durch die Rückbesinnung auf alte Kulturen kam Makeup wieder in Mode. Während das Waschen immer noch als krankmachend galt, begann man in Italien, Frankreich und England wieder, sich leidenschaftlich zu schminken. Auch Queen Elizabeth I.frönte diesem gefährlichen Schönheitstrend während ihrer Regentschaft im 16. Jahrhundert und färbte sich ihre Lippen und Wangen mit Hilfe eines Farbstoffs aus der Schildlaus zusätzlich rot. Beliebt waren ebenfalls sogenannte Mouches, kleine Schönheitspflaster, die sich die vornehmen Damen je nach Gemütslage aufklebten. Hinzukamen fettige Pomaden und Puder für Haare und Perücken sowie jede Menge Parfum, um den - nun ja - eigenwilligen Körpergeruch zu überdecken. 

Mouche (Plural mouches; französisch für die Fliege) ist die Bezeichnung für ein kleines, schwarzes Schönheitspflaster. Mouches wurden im 17. und 18. Jahrhundert von vielen Damen und einigen Herren getragen – überall dort, wo französische Mode und Lebensart den Ton angaben.

Die Pflästerchen bestanden aus gummiertem Taft, Samt oder Seide, gelegentlich auch aus feinem, weichen Leder, seltener aus Papier. Unterschiedliche Formen fanden Verwendung: Sterne, Herzen, Mondsicheln, Rauten, Insekten und andere. Spezielle kleine Behälter (boîtes à mouches) dienten zur Aufbewahrung der Pflästerchen und durch ihre mehr oder weniger aufwändige Gestaltung auch als Prestigeobjekte. Sie konnten oval oder rund sein, hergestellt aus Gold, Silber, Rosenholz oder fein bemaltem Pappmaché, aus halbtransparentem Horn oder Elfenbein, auch aus Kupfer mit Emailleauflage; meist waren sie kunstvoll ornamentiert; die Innenseite des Deckels war häufig mit einem Spiegel oder einem Miniatur-Porträt versehen. Die Anbringung von mouches war normalerweise Teil der ausführlichen Morgentoilette. Die ästhetische Wirkung der mouches bestand darin, dass sie durch den größtmöglichen Hell-Dunkel-Kontrast den extrem hellen Teint betonten, der damals als vornehm galt und durch reichliche Verwendung von weißer Schminke und Puder hergestellt wurde. Auf einer anderen Ebene entwickelten sich die kleinen Pflaster zu Überbringern bestimmter Botschaften. Als Chiffren in einem galanten Spiel unter Angehörigen der „besseren Gesellschaft“ teilten sie dem Eingeweihten etwas über die Eigenschaften ihrer Trägerin mit, je nachdem, wo im Gesicht, auf Hals oder Busen sie platziert waren.

In einem französischen Lexikon des 19. Jahrhunderts, dem Grand dictionnaire universel du XIX. siècle von Larousse, werden neun verschiedene Eigenschaften genannt, die mit den mouches signalisiert werden konnten. Danach trugen Schönheitspflästerchen:

  • die leidenschaftliche Frau (la passionnée) – im Augenwinkel;

  • die würdevolle Frau (la majestueuse) – auf der Stirn;

  • die zu Scherzen aufgelegte Frau (l’enjouée) – über den Grübchen, die beim Lachen entstehen;

  • die Frau, die nichts gegen Liebesabenteuer hat (la galante) – auf der Wange;

  • die Frau, die gerne küsst (la baiseuse) – im Mundwinkel;

  • die ausgelassen fröhliche Frau (la gaillarde) – auf der Nase;

  • die kokette Frau (la coquette) – über den Lippen;

  • die diskrete Frau (la discrète) – unter der Unterlippe, fast schon am Kinn;

  • die „Diebin“ (la voleuse) – um eine kleine Unreinheit der Haut zu verdecken.

  

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 15.14.08.pn

Barock und Rokoko

Es ist der Beginn der Epoche des Sonnenkönigs Louis XIV. - zum ersten Mal seit der Frühgotik führt Frankreich auf dem Gebiet der Kunst und der Kleidung. Die französische Luxusindustrie nimmt im 17. Jahrhundert einen gewaltigen Aufschwung. Mode habe den Anspruch, die Menschen zu schmücken, heißt es. Könige und Adelige machen ihre soziale Position durch prunkvolle Kleidung sichtbar und heben sich ab. Ferner soll Mode vor allem auch die Wirtschaft ankurbeln. Auch das Wort "Mode" und der Begriff "modern sein" stammen aus dieser Zeit. So weit, so gut.

Düfte und Puder beherrschten dieses Zeitalter, man wusch noch immer kaum, trug aber jeden Tag eine neue Schicht Puder auf. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts tauchten die ersten Hautcreme aus Walrat auf, das aus der Kopfhöhle des Pottwals gewonnen wurde. Langsam verbesserten sich die hygienischen Zustände, erst Josephine, die Gemahlin Napoleons brachte Waschen wieder in Mode. Mit romantischer Dekadenz, märchenhafter Opulenz, fantasievollen Verzierungen und viel Liebe zum Detail schafft es der Stil immer wieder, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen - und sorgt noch heute für ein königliches Spektakel auf den Laufstegen.

Die Mode in den Jahren 1750-1775 in den europäischen Ländern und im kolonialen Amerika war gekennzeichnet durch eine größere Fülle, Ausarbeitung und Kompliziertheit in den Kleidungsentwürfen, die von den Rokoko-Kunsttrends dieser Zeit geliebt wurden. Der französische und der englische Modestil unterschieden sich sehr voneinander. Der französische Stil wurde durch eine aufwendige, farbenfrohe und reich verzierte Hofkleidung definiert, die von ikonischen Modefiguren wie Marie Antoinette getragen wurde. Nachdem sie in den 1750er Jahren ihre maximale Größe erreicht hatten, begannen sich die Hoop-Röcke zu verkleinern, blieben jedoch mit den formalsten Kleidern bedeckt und wurden manchmal durch Seitenreifen oder Packtaschen ersetzt. Frisuren waren ebenso aufwendig, mit hohen Kopfbedeckungen die unverwechselbare Mode der 1770er Jahre. Der englische Stil wurde durch einfache, praktische Kleidungsstücke definiert, die aus preiswerten und haltbaren Stoffen hergestellt wurden und sich für einen entspannten Lebensstil im Freien eignen. Die Rokoko-Mode basierte auf Extravaganz, Eleganz, Raffinesse und Dekoration. Die Mode der Frauen des siebzehnten Jahrhunderts wurde von der Mode des achtzehnten Jahrhunderts kontrastiert, die kunstvoll und raffiniert war, der wahre Stil des Rokoko. Diese Zeit war als “Aufklärung” bekannt, die Vernunft über Autorität schätzte. Der Einfluss von Kunst, Kultur und Mode verlagerte sich von Versailles nach Paris. Der überschwängliche, verspielte, elegante Stil von Dekoration und Design, den wir heute als “Rokoko” kennen, wurde damals als “le style rocaille”, “le style moderne”, “le gout” bezeichnet. Ein Stil, der im frühen achtzehnten Jahrhundert erschien, war die “robe volante”, ein fließendes Gewand, das gegen Ende der Herrschaft von König Ludwig XIV. Populär wurde. Dieses Kleid hatte die Merkmale eines Mieder mit großen Falten, die über einen abgerundeten Petticoat über den Rücken zu Boden fielen. Der Farbakzent war reich, dunkle Stoffe begleitet von aufwändigen, schweren Designmerkmalen. Nach dem Tod Ludwigs XIV. Änderten sich die Kleidungsstile. Die Mode nahm einen leichteren, frivoleren Stil an, der vom Barock zum bekannten Rokoko-Stil überging. Die spätere Periode war bekannt für ihre Pastellfarben, aufschlussreichere Kleider und die Fülle von Rüschen, Rüschen, Schleifen und Spitzen als Verzierungen. Kurz darauf wurde das typische Rococo-Kleid der Frau eingeführt, robe à la Françoise, ein Kleid mit einem engen Oberteil, das einen tief ausgeschnittenen Ausschnitt hatte, meist mit einem großen Band, das vorne in der Mitte breite Koffertaschen trug und üppig in großen Mengen geschnitten wurde Spitze, Band und Blumen.

Das auslaufende 19. Jahrhundert war geprägt von überladenen Frisuren und starkem Makeup, und noch immer war Kosmetik einer kleinen privilegierten Bevölkerungsschicht vorbehalten.

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 15.34.16.pn
Bildschirmfoto 2020-11-17 um 15.43.51.pn

Marie Antoinette, Königin (Ludwig XVI.) von Frankreich; Wien 2.11.1755-Paris (hingerichtet) 16.10.1793.-Porträt.-Gemälde von Alexander Kucharski (1741-1819). Frankreich

Fakten

Ausgehend von Glauben, das Männer von einer falschen Wahrnehmung verzaubert waren, verabschiedetet das britische Parlament 1770 ein Gesetz, das das Tragen von Make-up zum Verbrechen und zum Synonym für Hexerei machte.

2.3 Das 20. Jahrhundert

Maximilian Faktorowicz wanderte 1904 aus Polen in die USA aus und hatte 1908 seinen Namen in Max Factor geändert. Er zog nach Los Angeles und begann seine Make-Up-Linie zu produzieren und zu verkaufen. Die Make-Up Linie war sehr beliebt, weil sich die Produkte nicht auf der Haut absetzten. Viele Filmstars nutzen diese Make-Up Linie, weil es unter den heißen Studioleuchten sehr gut funktionierte.

Diese Ära brachte auch das Zupfen und Rasieren der Augenbrauen mit sich, um die Stirn zu erweitern. Die Idee war, dass Frauen dadurch schlauer erscheinen sollten.

Allerdings war Make-Up nicht generell akzeptiert von der Öffentlichkeit, da Frauen natürlich aussehen sollten.  

Ziel war es, blass auszusehen, da eine gebräunte Frau mit der Arbeiterklasse assoziiert wurde. Aus diesem Grund hielten sich Frauen den größten Teil des Tages außerhalb der Sonne, in Ihrem Zuhause oder in Räumlichkeiten auf. Sie verwendeten damals auch regelmäßig Zitronensaft in ihrem Make-up und trugen es heimlich auf. Das Make-up bestand zu dieser Zeit aus einer feuchtigkeitsspendenden und puderenden Schicht.

Für das Augen - Make-Up gab es viele verschiedene Lidschattenfarbtöne, die über blau, hellviolett, grün, braun und orchidee reichten. Blondinen bevorzugten blauen, grünen oder hellvioletten Lidschatten, Brünette braune Schminkfarbe mit einem schwachen purpurnen Stich für ein exotischen Flair. Am Abend wurde der hell schimmernde Lidschatten am oberen Lid bis zur Braue aufgetragen. Ein weiterer etwas dunklerer wurde in der Falte des Oberlides aufgebracht und leicht verschmiert, um dem Auge Tiefe zu verleihen. Tagsüber wurde oft lediglich etwas Vaseline (ohne Lidschatten) verwendet, damit das Auge einen schimmernden Glanz erhielt. 

Durch die Einbeziehung von Frauen in den Arbeitsprozeß zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangten diese erstmals in den Besitz von eigenem Geld. Damit eröffnete sich für viele der Zugang zu Kosmetik, welche in der Zwischenkriegszeit an Kunden und damit an Bedeutung gewann. Puder, Rouge und Lippenstifte, aber auch Hautpflege und Düfte wurden in größerer Vielfalt und Farbenpracht angeboten.

Die Entwicklung schritt rascher voran, Trends waren kurzlebiger und wurden von den Stars der Leinwand vorgegeben. In den 20er Jahren erfand Vidal Sassoon den Bubikopf.

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 13.27.54.pn

Hosenanzüge, burschikoser Auftritt und ein verruchter Look galten als modern. Dazu gehörten schmale Augenbrauen und ein herzförmiger Mund.

Modern waren lange, dunkle Wimpern, die teilweise auch mit Hilfe von falschen Augenwimpern erzielt wurden.

Die Augenbrauen wurden sehr dünn getragen. Teilweise entfernten die Frauen ihre Augenbrauen sogar völlig und zogen sie etwas höher angesetzt nach und verlängerten sie an den Seiten bis in den Bereich der Schläfen nach. Sie nutzen dazu schwarzbraune Augenbrauenstifte.

Hosenanzüge, burschikoser Auftritt und ein verruchter Look galten als modern. Dazu gehörten schmale Augenbrauen und ein herzförmiger Mund.

Modern waren lange, dunkle Wimpern, die teilweise auch mit Hilfe von falschen Augenwimpern erzielt wurden.

Die Augenbrauen wurden sehr dünn getragen. Teilweise entfernten die Frauen ihre Augenbrauen sogar völlig und zogen sie etwas höher angesetzt nach und verlängerten sie an den Seiten bis in den Bereich der Schläfen nach. Sie nutzen dazu schwarzbraune Augenbrauenstifte.

30 er Jahre

 

Falsche Wimpern, dezenter Lidschatten, blasser Teint und schwalbenförmige Zeichnung des Mundes prägten die 30er Jahre. Marlene Dietrich und Greta Garbo galten als Schönheitsidole.

Bis Mitte der 30er Jahre waren Lippenstifte in hellem Rosenrot, in Himbeere, Chinesenrot und Orangetönen beliebt, Ende der 30er Jahre dann vor allem helle Rottöne. Dem Mund wurden vollere Lippen geschminkt, indem die obere Lippe einen verlängerten Bogen bekam, der an den Ecken gerundet und nach außen erweitert war.

Diesen Mund nannte man auch Rosenknospenmund, Vogelmund, "Crawford Smear" oder "Cruller".

Beachte den blassen Teint, das natürliche Aussehen und das Styling der Augenbrauen.

Marlene Dietrich

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 15.52.16.pn

Jean Harlow

1.png
Bildschirmfoto 2020-11-16 um 13.06.17.pn
e70db845-9e0e-4e50-9d26-f9f5a3035f58.jpg

Für die Nägel waren Farben wie blasses Rosenrot, helles Rosa und Creme-Töne in den frühen 30er Jahren sehr beliebt. 1932 kam sogar kurzfristig auch schwarzer Nagellack auf. Mitte bis Ende der 30er Jahre dominierten dann verschiedenste Rottöne, daneben aber auch coralle, lila, smaragdgrün, perlmutt-grau, kornblumenblau, hellviolett, gold und silber. 

Die Nägel mit oval gerundeter Spitze wurden wie in den 20er Jahren meist nur in der Nagelmitte lackiert, ab Ende der 30er Jahre wurde es aber auch modern bis auf den Halbmond den Rest des Nagels zu lackieren.

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 13.10.28.pn

40 er Jahre 

Natürliche Schönheiten (natürlich mit geringfügiger Unterstützung) waren das Ideal der  40er Jahre. 

Das Gesichtspuder sollte die Haut etwas ebenmäßiger machen und ein rosiges Aussehen bescheren. Um das zu erreichen, war die Grundierung des Gesichtes aus einem etwas dunkleren, warmen Ton und wurde anschließend mit einem Puder überpudert, das etwas heller als die normale Hautfarbe war. 
Auch das Rouge sollte natürlich und rosig wirken lassen, weshalb man bevorzugt rot mit rosafarbenen Untertönen, leuchtendes Rosa mit fuchsienfarbigen Untertönen und leuchtendes Rosarot für das Rouge verwendete.

Für das Augen-Makeup wurde schwarzbrauner oder schwarzer Mascara und ein schmaler Eyeliner benutzt. Der Lidschatten war dazu in natürlichen Farben, meist verschiedene Grau- und Brauntönen, gehalten. 
Die Augenbrauen behielten ihre natürliche Form, wurden aber manikürt (d.h. in klare, deutlich abgegrenzte Bögen gebracht) und durch das Nachziehen mit einem schwarzen oder braunen Augenbrauenstift betont.

Als Lippenfarben wurden alle Rottöne, auch leuchtendes Rot, Kirschrot, Dunkelrot, helles Rosarot und Orangerot getragen. Dabei gab es zwei unterschiedliche Farbeffekte: Zum einen den "monotonen", bei dem der Lippenstift das natürliche Aussehen unterstreichen sollte (z.B. mit hellroten, rötlich orangen und himbeerfarbenen Tönen), zum anderen den "kontrastiven", bei dem die Lippen einen besonders hervorgehobenen Akzent setzen sollten (z.B. durch kirschroten, zinnoberoten oder karmesinroten Lippenstift).

Die Lippen sollten möglichst voll und sanft erscheinen. Dazu wurde die Oberlippe beim Schminken etwas gerundet erweitert.

Die Fingernägel wurden in der Regel passend zur Kleidung und den Accessoires getragen. Das Farbenspektrum war dementsprechend vielfältig. Beispielsweise waren Farben wie blaurot, braunrot, leuchtendrot, grün, senfgelb, schwarz, marineblau, pflaume, hellviolett sehr beliebt. 

Betty Grable

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 16.13.47.pn

50 er Jahre

Wenn man an das schillernde Make Up in den 50er Jahren denkt, dann fallen einem sofort bekannte Damen, wie beispielsweise Grace Kelly, Sophia Loreen, Audrey Hepburn und eine Vielzahl an anderen Hollywood-Stars ein, welche ihr Make Up perfektioniert und als ihr ganz eigenes Markenzeichen eingesetzt haben. Diese Frauen der rockin`50s waren und sind nicht nur angesagte Fashionvictims, sondern auch beliebte Schönheits-Ikonen für gleich mehrere Generationen an Frauen weltweit. Ihre verführerischen Make Up-Looks definierten die 1950er Jahre, welche zweifellos das Zeitalter des Glamours waren! Beauty Salons und Puderräume wurden zu heiligen Zufluchtsstätten für alle glamourösen Damen von Welt. Heute möchten wir euch einen kleinen Einblick in die wunderbare Welt des Make Ups in den 50er Jahren geben.

Dieses Jahrzehnt wurde von zarten Pastellfarben bestimmt: helles pink, zartes grün, blau oder gelb waren die absoluten Trendfarben der 1950er Jahre. Wenn es eine Farbe gab, welche die 50s am Besten repräsentierte, dann war das zweifellos die Farbe pink, welche sowohl im Make Up z.B. als poppiger Lippenstift, als auch in der niedlichen Petticoat-Mode oft und gerne eingesetzt wurde. Die Hollywood-Diva Audrey Hepburn sagte übrigens einmal “I believe in pink”, also dass sie “die Farbe pink liebte”. Ebenfalls sehr beliebt waren pfirsichfarbene Töne als zartes Wangenrouge und die Farbe cremeweiß als Highlighter oder Make Up Base. In den 1940er Jahren war feuerrot noch die favorisierte Lippenstiftfarbe, in den frühen 50er Jahren tendierten die Ladies dann eher zu pink, violett oder orange-rot, um ihre Lippen gekonnt zu verschönern und zu betonen. Es gab zu jener Zeit eine Vielzahl an äußerst beliebten Schönheitsratgebern, welche Farbtabellen für die modebegeisterten Damen publizierten. Dort konnte jede Lady im Handumdrehen zahlreiche Vorschläge für das passende Make Up für ihren Hautton und die Haarfarbe finden und das Make Up mit Hilfe von Anleitungen nachschminken. Ebenfalls enthielten diese Ratgeber auch Tipps zu welcher Tageszeit und zu welchem Look man welches Make Up tragen sollte. Das eher dezente Tages-Make Up konnte somit blitzschnell zu einem glamourösen Abend-Make Up zum kessen Cocktailkleidchen für den Tanzabend umgestaltet werden.

Audrey Hepburn hatte Ihr Make-up perfektioniert.

In den 1950er Jahren galt die vornehme Blässe als absolutes Schönheitsideal.  In Verbindung mit pastellfarbenen Pudertönen galt eine blasse Haut als schick und modisch top aktuell. Gebräunte Haut war in den 50s nicht gefragt und jede Lady versuchte ihre Haut so gut es ging mit Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor oder mit Sonnenschirmen und großen Sonnenhüten vor der uneleganten Bräune zu schützen. Luxusmarken wie Elizabeth Arden, Helena Rubinstein oder Max Factor warben damit, dass ihre helle Foundation das wichtigste Accessoire in jeder Handtasche einer wahrhaften Fashionista der 50s darstellte. In den 1940er Jahren war dezenter Puder das einzige Beautyprodukt was sich eine Frau leisten konnte oder was überhaupt im Handel zur Schönheitspflege angeboten wurde. In den 1950er Jahren begannen die Damen jeden Tag ihr Gesicht mit einer Make Up Base einzucremen, welche man mit einer leeren Leinwand vergleichen konnte. Danach wurde mit allerlei Make Up-Produkten das Gesicht verschönert und Lippenstift, Rouge und Eyeliner kamen kunstvoll zum Einsatz. Der Schwalbenflügel-Lidstrich fand hier seine Geburt und der erste kussfeste Lippenstift in den 50er Jahren wurde von der Firma Hazel Bishop hergestellt

In den 1950er Jahren wurde es zur Gewohnheit die natürliche Linie der Lippen mit einem schönen Lipliner nachzuziehen, weil dies nach dem Schönheitsideal in diesem Jahrzehnt eine Frau femininer erscheinen lies und die Lippen mehr Volumen bekamen. Pink oder rot waren die gefragtesten Farbtöne für die Lippen der kessen Petticoat-Trägerinnen. Orange-rot wurde für blonde Frauen, Rothaarige oder Brünette vorgeschlagen. Schwarzhaarige Damen sollten am Besten zu violett-schimmernden Lippenstift greifen. Eine Umfrage aus dem Jahre 1951 fand heraus, dass mehr als zwei Drittel der Frauen nun regelmäßig Lippenstift trugen. Das nächste Ziel der Make Up-Industrie der 50er Jahre war ein langanhaltender und kussfester  Lippenstift, welcher den ganzen Tag über den Damen glamouröse Kusslippen zauberte. Den ersten kussfesten Lippenstift stellte die Firma Hazel Bishop im Jahre 1950 her. Mit dem Slogan “It stays on YOU, not on HIM”, also “er bleibt an IHNEN, nicht an IHM” warb Hazel Bishop für seinen langanhaltenden und kussfesten Lippenstift, welcher zu einem absoluten Must-have für jede Handtasche der modischen 50s Ladies wurde. Dieser Lippenstift wurde derart erfolgreich, dass die zuvor kleine Firma Hazel Bishop schnell zur Hazel Bishop Inc. heranwuchs. Im Jahre 1950 verkaufte Hazel Bishop Lippenstifte für rund 49 527 US Dollar. Bereits 1953 wuchsen die jährlichen Verkäufe auf stolze 10 100 682 US Dollar und der kussfeste Lippenstift der Firma wurde zu einem gefragten Kassenschlager.

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 16.38.45.pn

Das Augen-Make Up in den 1950er Jahren war eher minimalistisch

Der Look des Augen-Make Ups in den 1950er Jahren war eher minimalistisch, da der Fokus auf den knalligen Kusslippen lag. Man benutzte ein wenig dezenten Eyeshadow und ein wenig Mascara, um die Wimpern in Szene zu setzen. Ein Lidstrich auf den Oberlidern zauberte sexy Katzenaugen und war eher für das Make Up am Abend für die nächste Cocktailparty geeignet. Für den Alltagslook zogen die Damen der 50er Jahre einen dezenten Lidstrich an den Oberlidern, der die Augen optisch vergrößern und zum Strahlen bringen sollte. Viele Ladies nutzen ihr Rouge auch für einen Frischekick über ihren Augenbrauen. Roséfarbenes und pastellfarbenes Rouge trug man gerne mit dem Rougepinsel auf, um sich süße Apfelbäckchen zu schminken und sein Make Up gekonnt zu vollenden. Die 50er Jahre waren zweifellos das Jahrzehnt, in welchem sich Damen bewusst glamourös schminkten und zu jeder Situation perfekt gestylt und geschminkt waren.

Audrey Hepburn

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 16.18.52.pn
Bildschirmfoto 2020-11-17 um 16.19.29.pn

Grace Kelly

60er Jahre

Die bunten 60er Jahre brachten gewölbte Augenbrauen, falsche Wimpern, glänzende Lidschatten und üppige rote Lippen. Mehr ist mehr: So lautete das Motto, wenn es um die voluminösen Hochsteckfrisuren der 60er-Jahre ging. Toupiertes Haar war in dieser Zeit ganz groß in Mode, allen voran der Beehive (dt. Bienenkorb) oder Bouffant (dt. toupierte Haare). Tragbarer werden diese 60s-Frisuren als Half-up Variante mit viel Volumen am Hinterkopf. Sängerin Adele ist immer wieder mit diesem glamourösen Hairstyle zu sehen. 

Neben Schleifen waren auch Haarbänder in den 60s ein absolutes Must-have Accessoire. Die Haare werden damit komplett aus dem Gesicht gestylt und geben den Blick frei für alles Wesentliche. Hinter dem Haarband werden die Haare mit viel Volumen getragen. Eine Außenwelle macht den Retro-Style perfekt.

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 17.15.34.pn
Bildschirmfoto 2020-11-17 um 17.15.58.pn

http://www.marykaymuseum.com/highlight_1960.aspx

1963

wurde Mary Kay Ash Cosmetiks von Mary Kay Ash in Dallas gegründet.

Das erste Unternehmen von einer Frau für Frauen. 

Nachdem sie Ungleichstellung am Arbeitsplatz erlebt hatte, wusste Mary Kay Ash, dass sie eine Veränderung brauchte - nicht nur für sich selbst, sondern für alle Frauen. 1963 gründete sie ihr Unternehmen und stellte die Idee des "business as usual" dabei völlig auf den Kopf indem sie den von Männern dominierten Arbeitsplatz umkrempelte. Mary Kay Ash, eine Meisterin der Veränderung und wegweisende Geschäftsfrau, widmete ihr Leben Ihrer Mission, Frauen auf der ganzen Welt  Macht sowie die Kontrolle über ihre Zukunft zu geben. 

Mary Kay Ash glaubte immer, dass die richtigen Werte einen bis an die Spitze tragen können. Sie blieb den Lebenserfahrungen treu, die sie als Person geprägt hatten und stellte sicher, dass sie immer mit gutem Beispiel voranging und anderen auf dem Weg nach oben half. Sie sagte oft: „Bleibe deinen Prinzipien absolut immer treu.“ Ihre unerschütterliche Integrität hat Millionen von Frauen inspiriert und sie zu einer der größten Unternehmerinnen und Führungskräfte der Welt gemacht. 

Als Mary Kay Ash noch ein junges Mädchen war, sagte ihre Mutter ihr immer: „Du kannst es schaffen, Mary Kay!“. Von der Anerkennung auf der Bühne bis hin zu mitreißenden Reden teilte Mary Kay Ash diese Ermutigung dann mit Millionen von Frauen. Sie stellte sich vor, dass jeder ein Schild trägt, auf dem steht: „Sorge dafür, dass ich mich geschätzt fühle“. Mit diesen einfachen Leitsätzen verband Mary Kay Ash eine Gemeinschaft von Frauen, die durch Unterstützung Selbstvertrauen fanden und diese Gemeinschaft zu einem weltweiten Imperium entwickelten.

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 17.00.41.pn

Die 70 er Jahre

Ende der 60er-Jahre kam die Zeit der Hippies, als Antwort auf den Vietnam-Krieges. Lange Wallemähnen, wilde Locken und Afro-Frisuren wurden mit Stirnband oder Blumenkranz im Haar kombiniert. Damals wie heute findet man den Stil dieser Zeit auf vielen Musik-Festivals wider, denn er wirkt natürlich und ungezwungen und strahlt pure Lebenslust aus. Das Ziel eines 70er Makeup ist ein von der Sonne geküsster Teint, strahlend vor Gesundheit. Und das heißt, es wurde Rouge aufgetragen und Bronzer.

In den Siebzigern sind ganzjährige goldene Bräune und ein natürlicher Schimmer angesagt – die künstlichen Puppenaugen des Sechziger Makeup werden abgelöst von erwachsenerer Weiblichkeit. Viel Sport und viel Urlaub in der Sonne sind der Lifestyle der Seventies, dem alle nacheifern.

Besonders beliebt sind tagsüber erdige und natürliche Farben, beim Lidschatten auch Grün und Hellblau. Für den abend darf es aber richtig extrem und glitzernd sein – Discolook ist auffällig.

Die Augen sind aber immer weich geschminkt mit perfekten Übergängen und betont wird mit leicht verwischten Kajal Stiften. Schwarzer Eyeliner hat erstmal ausgedient. Die Lippen glänzen, tagsüber meist in rotbraun, rosabraun oder beigebraun, abends auch knalliger rot.

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 17.36.51.pn

Cher

 

Make-up und *Feministinnen

 

In den späten 1960er und 1970er Jahren erfasste die zweite Welle des Feminismus die Vereinigten Staaten. Die Feministinnen drängten darauf, dass Frauen alles aufgeben, was es ihnen ermöglichte, von Männern objektiviert zu werden. Sie arbeiteten daran, Frauen davon zu überzeugen, kein Make-up mehr zu verwenden und sich nicht so zu kleiden, dass es Männer ansprach. Frauen in den 1960er und 70er Jahren glaubten allerdings, dass es sozial wichtig sei, Make-up zu tragen. Sie benutzten Make-up, um an ihren Arbeitsplätzen attraktiver zu wirken und damit wahrgenommen zu werden. Es gab ihnen Selbstbewusstsein und halfe ihnen, sich besser einzufügen, gerade weil ihnen immer wieder gesagt wurde, dass sie minderwertig seien. 

In den Vereinigten Staaten warfen Feministinnen bei der Wahl zur »Miss America« 1968 vermeintliche Folterinstrumente wie Büstenhalter oder künstliche Wimpern sowie Frauenzeitschriften wie »Glamour« und Männermagazine wie "Playboy" in einen "Freiheitsabfalleimer".

2.png

In den USA, in der Bundesrepublik Deutschland und anderen westlichen Ländern wandten sich Anhängerinnen der neuen Frauenbewegung dagegen, den weiblichen Körper wie eine Ware zu behandeln. In der Bundesrepublik störten sie zum Beispiel 1972 und 1973 Schönheitswettbewerbe. In den 1970er- und frühen 1980er-Jahren wetterten Feministinnen in den Vereinigten Staaten und in der Bundesrepublik gegen Darstellungen von Frauen in den Medien, die sie als sexistisch ansahen, gegen unrealistische Erwartungen körperlicher Konformität, die von Männern und von der Wirtschaft an Frauen gestellt wurden, sowie gegen die Erziehung junger Mädchen zur Eitelkeit, die aus Sicht der Feministinnen der intellektuellen und beruflichen Entwicklung von Frauen schadete. Infolgedessen griffen manche Frauen auf selbstgemachte Kosmetika zurück oder verzichteten ganz darauf, sich zu schminken. Während weitverbreitete Frauenzeitschriften wie "Redbook" und "Glamour" in den USA oder "Brigitte" und "Petra" in der Bundesrepublik finanziell stark von Kosmetikwerbung abhängig waren (und sind), machten neue Zeitschriften der Frauenbewegung wie "Emma" und "Courage" diese Werbepraktiken nicht mit. Seitdem hält sich die Behauptung, die zweite Welle des Feminismus habe Mode und Spaß abgelehnt und sich dabei auch gegen den Gebrauch färbender oder dekorativer Kosmetikartikel wie Lippenstift gewendet, genau wie gegen die Vorstellung von körperlicher Schönheit überhaupt. 

Westdeutsche Zeitschriften der neuen Frauenbewegung wie "Courage" und "Emma" setzten sich seit ihrer Gründung in den Jahren 1976/77 wiederholt mit den Themen Schönheit und Konsum auseinander. "Courage", vier Monate älter als "Emma", kritisierte die oberflächlichen Darstellungen von Frauen in Zeitschriften wie "Brigitte" oder "Petra": Konsum diene vor allem der Befriedigung von Wünschen der Ehemänner und der Werbeträger.  "Emma" übte in den späten 1970er-Jahren ausführlich Kritik an der Forderung nach Schlankheit, die Modemagazine, Boutiquen, Freundinnen und Männer an Frauen richteten.  "Emma" kritisierte mit Nachdruckausdrücklich Werbestrategien, die unter anderem in der Kosmetikreklame Anwendung fanden und darauf abzielten, dass Frauen attraktiv bleiben müssten, um ihren Mann nicht an eine Jüngere zu verlieren, wie es in den 1970er-Jahren eine westdeutsche Anzeige für Hautcreme der Marke Margaret Astor darstellte. Werbung und Illustrationen in der Presse förderten aus der Sicht von "Emma" ein Alltagsverhalten, das Frauen dränge, sich Männern sexuell verfügbar zu machen. 

astor.png

»Verwenden Sie beide Cremes regelmäßig. Und man hält Sie schon bald für jünger als Sie sind.«
(Kosmetik-Anzeige von Margaret Astor, abgedruckt und kritisiert in:
Emma, März 1978, S. 9)

Punk-Ästhetik war eine radikale Abkehr von Schönheitsbildern der Mainstream-Presse. Der übertriebene Make-up-Gebrauch ging über die stark gefärbten Wimpern einer Elizabeth Taylor in den 1960er-Jahren oder den androgynen Glamour eines sichtlich geschminkten David Bowie in den 1970er-Jahren hinaus. Der unterschiedslose Make-up-Gebrauch von Männern und Frauen, das Spiel mit zerrissener und verdreckter Kleidung, das Zurschaustellen von Büstenhaltern, Netzstrümpfen oder Uniformmützen an männlichen und weiblichen Körpern problematisierte geschlechtsspezifische Schönheitsideale. Gleichzeitig verstörte Punk auch durch Hundehalsbänder und Piercings wie Sicherheitsnadeln in der Wange, die Assoziationen an Sadismus und Masochismus hervorriefen. Besonders in Großbritannien kam das Tragen von Nazi-Emblemen dazu. 

Geometrische Formen, dunkle Flächen um die Augen, schwarze Münder – Kriegsbemalung; 

Solche Punkästhetik widersprach dem traditionellen Zweck des Schminkens. Aufgrund ihrer äußerlichen Provokationen wurden Punks als bewusst hässlich gesehen.

Bildschirmfoto 2020-11-16 um 14.24.14.pn

Besonders seit dem Ende der 1970er-Jahre gab es auch Anstrengungen, das Schminken selbst zum Ausdruck einer Kritik an Schönheitsidealen und an der Suche nach "Authentizität" oder einem "wahren Selbst" zu machen. In diesem Zusammenhang wurde Punk attraktiv für manche Feministinnen, die Frauen um Alice Schwarzer und "Emma" eingeschlossen. 1979 regte "Emma" die Musikerin Nina Hagen zu einer Parodie der in Frauenzeitschriften üblichen Vorher-Nachher-Bilder an. Hagens Auftreten förderte die Punk-Ästhetik in Musik und Mode. In ihrer Version der Vorher-Nachher-Bilder verwandelte Make-up eine Frau mit kurzem Haar in eine maskenhafte Person. "Anmalen ist ein Kampfmittel" lautete einer der Sprüche, die Hagen in den Text einfügte, der die Zeichnungen begleitete, wodurch sie ihren Griff zur Schminke politisierte. Hagen riet zu deutlich sichtbarem Rouge und tiefschwarz gefärbten Augenbrauen, ihrem eigenen Aussehen ähnlich, das in seiner Buntheit sowohl dem Ideal eines "natürlichen Aussehens" als auch dem Ideal der sorgfältig zurechtgemachten, fein geschminkten Frau entgegenstand. 

Das Thema Make-up wird heute noch unter Feministinnen diskutiert. Sie glauben jedoch, dass Frauen das Recht haben sollten, entweder Make-up zu tragen oder sich dagegen zu entscheiden, ohne sich minderwertig zu fühlen. Es besteht die nach wie vor die Auffassung, dass die Kosmetikindustrie eine negative Botschaft darstellt, die besagt, dass Frauen ihre Unvollkommenheiten verbergen oder beheben müssten. Kritiker sind besorgt über jüngere Frauen, die Make-up tragen, und über die Botschaften, die Werbetreibende an die jüngeren Generationen senden. Sie befürchten, dass sie dadurch zu früh sexualisiert werden.

Die 80 er Jahre

Auffallen um jeden Preis! 

Die 80er waren das Jahrzehnt starker Frauen - beruflich wie auch modisch. Make-Ups wurden noch kräftiger, Stärke und Selbstbewusstsein wurden durch dichte Augenbrauen und krätiges Rot auf Lippen und Wangen gezeigt. Mehr ist mehr: In der 80er-Mode wurde gepolstert und geplustert, was das Zeug hält. Neben Schulterpolstern waren Puffärmel ganz groß. Mit dem Eintritt in die Chefetage wurden feminine Kleidchen gegen ausdrucksstarke Kostüme und Anzüge mit breiten Schultern getauscht. Freizeitmode war in den 80er Jahren ein bedeutender Trend: sportliche Kurzjacken wie Blousons aus luftiger Fliegerseide oder glänzendem Nylon bestimmten den Look, gern auch in Neon. Die 80er waren zweifelsohne das Jahrzehnt der Party-Mode. In schulterfreien Bustierkleidern tanzte man durch die Nacht einer goldenen Zukunft entgegen. Die derbe Bikerjacke wurde mutig zum farbenfrohen Cocktaildress, klassisch zur Jeans oder zum eleganten Pencilskirt kombiniert und verpasste damit  jedem Outfit eine sportive Note.

Die satten Farben waren nicht nur Ausdruck des ungetrübten Optimismus, sondern auch modisches Statement: Erlaubt ist, was gefällt! Und so wurde ausgelassen kombiniert, gemixt und ausprobiert, die gesamte Farbpalette rauf und runter. nspiriert von den Looks der Straße und von der Graffiti-Kunst der 80er Jahre wurden Shirts mit grafischen Prints zum Megatrend. Reverslose Jacken prägten das modische Bild der 80er und bildeten den Gegenpol zum eher maskulin wirkenden Blazer. Ketten, Nieten, Schnallen – die 80er Mode ließ sich vom Punk inspirieren und schmückte sich mit dezenten Details und unaufdringlichen Elementen der Jugendbewegung. Und die drapierten Ketten über feinem Strick sahen plötzlich gar nicht mehr wild und ungezügelt, sondern vornehm und elegant aus.

Das Kostüm - ob fürs Büro, festliche Events oder für den Freizeitauftritt - war das Aushängeschild der Achtzigerjahre. Die sommerliche Variante - Blazer in Kombination mit Shorts, so wirkte das Kostüm alles andere als spießig - vor allem, wenn man bauchfrei dazu trug.

Auch der Lagenlook war beliebt. Leggings unterm Jerseyrock mit Zipfelsaum, XL-Pulli zu Stulpen und Schal, dazu noch ein breiter Taillengürtel und eine Jacke aus Denim.

TV-Hits wie Dallas und Denver Clan brachten den Luxus-Look ins heimische Wohnzimmer und machten Dekadenz zum Trend. Klotzen statt kleckern hieß fortan die Styling-Devise.Das war die Mode der Reichen und Schönen: starke Schultern und schimmernde Glanzoptiken.

Sportlich und freizeittauglich setzten weich fließende Satinstoffe glänzende Akzente in der Freizeitmode.

Generell liebten es die Designer der 80er-Mode, Frauenkleidung einen männlichen Touch zu verleihen. Flashdance', 'Dirty Dancing' und 'Footloose' die 80er sind DAS Jahrzehnt der Tanzfilme. Und weil die Kinozuschauerinnen dem Spirit (und vielleicht auch der Figur) der Protagonistinnen nacheifern wollten, gingen sie scharenweise zum Aerobic - natürlich stilecht gestylt. Stulpen. Ohne die ging's einfach nicht. Bling, bling, klimper, klimper, Protz, Protz - nicht nur bei den Schultern auch bei den Accessoires war mehr definitiv mehr. Das 80s-Girl machte mit ihrem Schmuck jedem Weihnachtsbaum Konkurrenz. Top-Favoriten waren : XXL-Creolen und Armreifen, gerne in Neonfarben. Giftgrün, Knallgelb oder Hot Pink - Hauptsache, schön grell! Neonfarben sind typisch für die 80er Mode. Damals stand man einfach auf den Textmarker-Look. Besonders geometrische Prints mit Kreisen, Strichen und Wellenlinien hatten es den 80er-Trendsettern angetan. Sogar Männer waren dem knallbunten Muster-Hype verfallen und trugen die Augenkrampf-verursachenden Farbkombis sogar auf der Skipiste. Man muss es ihnen lassen - Mut hatten sie. In den 80er-Jahren "zähmte" man die übergroßen Blazer, weiten Shirts und unförmig geschnittenen Blusen mit breiten Taillengürtel. So ließ sich wenigstens ein bisschen Silhouette erkennen. Ein Riesending in der 80er-Mode: Lurex. Die metallisch glänzenden Fäden in Gold oder Silber wurden in alles eingewebt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Und damit das Metallic-Teil jeder 1000-Watt-Birne die Show stiehlt, wurden noch zwei Kilo Pailletten aufs Kleid genäht. Mehr ist mehr

Madonna

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 18.10.26.pn

David Bowie

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 18.10.08.pn

Linda Evans, als Krystel Carrington / Denver Clan

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 18.08.40.pn

Jane Fonda

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 18.08.56.pn

Die 90 er Jahre

In den Neunzigern war es völlig normal bauchfrei durch die Welt zu laufen. Jeans waren das Must-have.

in den Neunzigerjahren und wurden überall mit Stolz getragen. Sogar auf dem Roten Teppich. Kaum ein anderes Accessoire spiegelt die Mode der 90er stärker wider als sie: die Tate-Kette. Mit der Geburt der "Love Parade" feierte diese 90er Mode ihren großen Siegeszug: Techno-Kleidung. Dazu gehörten Netz-Shirts, die gerne auch auf nackter Haut getragen wurden und auch die hautengen Tops mit "fetzigen" Sprüchen oder mehr oder weniger witzigen Kosenamen. Besonders beliebt waren die "Zicke"-Mottoshirts. Gerne in glitzernden oder verschnörkelten Lettern geschrieben.

Die 90er waren das Mode-Jahrzehnt der ungewöhnlichen Kombis. Perfekte Passform? In der Mode der 90er Jahre spielte die eine Nebenrolle. Bestes Beispiel: die kuscheligen Flanell-Hemden mit Karomuster. Die waren nicht nur den Herren vorbehalten, sondern vor allem von uns Frauen gerne in XXL und zu jeder Jahreszeit getragen.

Egal ob Mann oder Frau - jeder trug in den Neunzigern ein weißes T-Shirt. Noch ein Trend aus der 90er-Mode: Pannesamt. Die Krönung des hippen Neunziger-Looks: getönte Sonnenbrillen in Rot, Blau oder Rosa. Am besten mit sehr schmalen Gläsern. Da war es ein Muss, beim Augen-Make-up Gas geben - schließlich soll man es auch durch die getönten Scheiben noch sehen.

Die Gel-Igel-Frisur und die Krepp-Strähnchen sind nicht alles, was die 90er-Mode frisurentechnisch für uns bereit hielt. Auch Zwirbelhaare waren damals der letzte Schrei. Dazu wurden am Kopf mehrere Haarpartien abgeteilt, gezwirbelt und am Kopf zu kleinen Knötchen eingedreht.Ein paar Strähnen abgeteilt, durch das Krepp-Eisen gezogen und schon hatte man DIE Trendfrisur der Neunziger: Krepp-Strähnchen. Generell war es in den 90ern in, trotz Pferdeschwanz oder Zopf (mit Mittelscheitel) links und rechts an der Stirn je eine Strähne hängen zu lassen. Tattoos waren in den 90er-Mode nicht wegzudenken. Schließlich trugen alle, die sich aus unterschiedlichen Gründen keine echte Tätowierung stechen lassen konnten, mit der Tattoo-Kette ein Fake am Hals. Für alle, die sich doch an die Nadel getraut haben, kam in den Neunzigerjahren nur eine Körperstelle in Frage: das Steißbein. Tribals verzierten  diese Stelle. Das  „Arschgeweih“ fand dort seinen Platz.

​Auch beim Make up war es „anders“. Blauer Lidschatten, brauner Lippenstift und schmale Augenbrauen. Von einem natürlichen Look waren die 90er weit entfernt – das Gegenteil war der Fall! Lidschatten in knalligem Blau oder Hellblau wurde als Augen-Make-up getragen und ließen die Augen stark betonen. Mit blauem Mascara setzte man noch eins oben drauf! Die Augenbrauen konnten in den 90ern nicht dünn genug sein! Dafür wurden sie stark in Form gezupft. Dazu war ein dunkler Augenbrauenstift stetiger Begleiter, der die schmalen Überbleibsel der Brauen auch noch einmal richtig hervorstechen ließ. 

Der Lipliner wurde nicht etwa passend zum Lippenstift ausgesucht, sondern stach in dunklen Tönen hervor. Mit den dunkel umrandeten Lippen schummelte man sich etwas mehr Volumen dazu. Braun war die Trend-Lippenstiftfarbe. Eine dicke Schicht Lippglos prangte stets auf den Lippen und wurde fleißig neu aufgetragen, wenn das klebrige Make-up mal wieder verschmierte. Der absolute Beauty-Trend war damals Porzellanhaut, die mit jede Menge Puder so blass wie möglich geschminkt wurde. 

Für einen besonderen Moment durfte es ruhig noch etwas funkelnder in den 90ern sein: Bindis und Strassteine waren der Renner und glitzerten auf Gesichtern oder auch um den Bauchnabel. Gwen Stefani war hier eine der Vorreiterinnen. Dazu die eingedrehten Mini-Dutts auf dem Kopf und die 90er leben neu auf! Als Lippenstift, Lidschatten oder auch Nagellack schimmerte der Perlmutt-Look von allen Seiten.

2.4 Verwendung von Kosmetika auf der ganzen Welt 

 

Die Ägypter kultivierten Schönheit und waren die ersten, die Make-up auf eine extravagante Art verwendeten. Sie nahmen an, dass die Verwendung von Kosmetika zur Verbesserung der natürlichen Schönhei dient. Im alten Ägypten wurden Henna und Kohl zum schminken verwendet. Beeren wurden auf die Haut und Lippe aufgetragen. Kohl Make-up wurde durch Mischen eines schwarzen Minerals namens Bleiglanz, tierisches Fett und Schwefel hergestellt. Es erzeugte die dicken Linien um die Augen, schützte die Augen vor der grellen Sonne und wirkte gegen Augenentzündungen. Sie hatten Behandlungen für Falten und verwendeten frische Moringa und Weihrauchgummi . Salben wurden für Verbrennungen und Narben verwendet und unter Verwendung von Kohl, Bergahornsaft und rotem Ocker hergestellt. Um 1400 v. Chr. Färbte Königin Nofretete ihre Nägel mit Henna rot und trug verschwenderische Motive auf ihrem Gesicht. Um 50 v. Chr. Errichtete Königin Cleopatra eine Kosmetikfabrik in der Nähe des Toten Meeres für ihren persönlichen Gebrauch.

Im alten Persien wurde Kohl, ein Schwarzpulver, verwendet, um die Ränder der Augenlider dunkler zu machen, indem sie wie ein Eyeliner verschmiert wurden.

Ein Lehrer aus dem 10. Jahrhundert, Abu al-Qasim al-Zahrawi, betrachtete die Kosmetik als einen medizinischen Zweig und prägte sie als "Medizin der Schönheit". Das Stück spricht über Parfums, Weihrauch und Aromen. Es wurden Stäbchen gerollt und in Formen gebracht, die unserem heutigen Deodorant und Lippenstift ähnelten.

In China begann Prinzessin Shouyang, die Tochter des Kaisers Wu von Liu Song, eine neue Tradition, als eine Pflaumenblüte auf ihre Stirn fiel. Es verstärkte ihre Schönheit und wurde bald ein neuer Trend.

In Japan haben zerquetschte Distelblüten Lippenstift, Farbe für Augenbrauen und Augen sowie Lippen erzeugt. Die Sticks aus Bintsuke-Wachs wurden von Geisha als Basis verwendet. Um das Gesicht zu färben, wurde Reispulver verwendet, die Augenhöhlen wurden mit Rouge konturiert und die Zähne wurden mit Ohaguro, einer schwarzen Farbe, gefärbt. Um die Farbe aufzuhellen, wurde sogar Vogelkot verwendet. Bis heute ist es ein langer Weg bis man eine Geisha ist. Um eine Geisha zu werden, muss ein Mädchen mehrere Jahre in einer Okiya lernen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um 1600 v. Chr. Färbten die chinesischen Aristokraten der Shang-Dynastie ihre Nägel mit einer Mischung aus Gummi arabicum, Bienenwachs, Eiweiß und Gelatine in Ebenholz oder Purpur. Die Entwicklung des Make-ups hat einen langen Weg zurückgelegt. Es wurden neue Methoden entwickelt und die alten, die ungesund waren, wurden entfernt. Insgesamt bleibt die Idee dieselbe. Die Industrie hat Wege entwickelt, um die Schönheit zu verbessern. Es ist eine Möglichkeit, Unvollkommenheiten zu beseitigen und die natürliche Schönheit hervorzuheben. Die Entwicklung zur Verbesserung ist in dieser Branche nie vorbei. Unternehmen arbeiten heute hart daran, Produkte zu entwickeln, die besser sind als je zuvor. Zum Beispiel ändern Mascara-Unternehmen ständig ihre Formeln und Pinsel, damit die Mascara besser aufgetragen werden kann, während die Wimpern voluminöser werden. Sie arbeiten daran, Klumpen zu beseitigen und Produkte zu entwerfen, die den ganzen Tag halten. Insgesamt arbeiten Unternehmen daran, Produkte zu entwickeln, die die Schönheit weiter verbessern, die Zeichen des Alterns abwehren und das Selbstwertgefühl von Männern und Frauen auf der ganzen Welt und aus allen Lebensbereichen steigern.

2.5 Moderne Zeiten 

 

Heute wird Make-up von den meisten Frauen allgemein akzeptiert und getragen. Frauen tragen Make-up, um sich besser zu fühlen und ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu stärken. Ältere Frauen verwenden die Produkte, um feine Linien und Falten zu verbergen, sodass sie jünger aussehen und sich jünger anfühlen, während jüngere Frauen Make-up tragen, um älter auszusehen und sich sicherer zu fühlen. Es stehen Hunderte von Marken zur Auswahl und eine Reihe von Produkten, mit denen Frauen die perfekte Übereinstimmung für ihre besonderen Bedürfnisse in Bezug auf Hautton, Hautfarbe und Hautempfindlichkeit finden können. Mutige, helle und gewagte Farben werden von allen Frauen jeden Alters verwendet, um ein Statement abzugeben. 

Bildschirmfoto 2020-11-17 um 19.15.56.pn

Modulübersicht

Dieses Modul untersuchte die Geschichte des Make-ups und wo es begann.

Ein Zeitplan dokumentierte Fortschritte, ein detaillierten Bericht zeigte, wie sich das Make-up im Laufe der Jahre entwickelt hat. Dieses Modul hat dir geholfen zu verstehen, was Frauen in der Antike im Vergleich zu heute wichtig war. Du solltest auch ein gutes Verständnis dafür haben, wann Make-up zum ersten Mal weltweit entwickelt wurde und wie sich moderne Make-up-Produkte stark von denen unserer Vorfahren unterscheiden.